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Thomas Anders
Thomas Anders (bürgerlicher Name Bernd Weidung, * 1. März 1963 in Mörz, einem Dorf in der Gemeinde Münstermaifeld) ist ein deutscher Popsänger.


Thomas Anders wuchs in Mörz bei Koblenz auf. Nach dem Abitur am Koblenzer Eichendorff-Gymnasium studierte er fünf Semester Germanistik und Musikwissenschaften in Mainz.

Ende der 1970er Jahre nahm Anders an einem Wettbewerb der Bravo um den Boy des Jahres teil. Er gewann und im Anschluss wurde eine erste, deutsch gesungene, Schlager-Schallplatte mit ihm aufgenommen. Diese und andere Produktionen blieben allerdings kommerziell erfolglos. Erst als sein – damals als Sänger unter dem Namen Steve Benson ebenfalls erfolgloser – Musikproduzent Dieter Bohlen 1985 ein englischsprachiges Eurodisco-Projekt startete und zusammen mit Anders das Duo Modern Talking ins Leben rief, kam der Erfolg beinahe über Nacht.

Schon bald sagte man Thomas Anders Starallüren und Schrulligkeiten nach. So fiel er in der Pop-Presse vor allem durch seine überdimensionierte Goldkette mit dem Schriftzug „NORA“ auf. Mit dieser Kette stellte Anders die Verbundenheit mit seiner damaligen Ehefrau Nora Balling zur Schau. In dieser Zeit erntete er sehr viel Spott und Häme, so beleidigte ihn beispielsweise der Musikjournalist Martin Brem in einer Kolumne des Fachblatts Musikexpress/Sounds als „höhensonnengegerbte Sangesschwuchtel und Schoßhündchen an der güldenen Kette seiner Frau Nora“. Der Fall ging vor Gericht durch zwei Instanzen. Trotz oder wegen einer Schadenersatzzahlung in Höhe von 25 000 DM durch den Musikexpress/Sounds führte die Angelegenheit zu einem Imageverlust von Thomas Anders bzw. Modern Talking.

Nach der vorläufigen Auflösung von Modern Talking zog sich Anders 1987 kurzfristig in die USA zurück. Thomas Anders produzierte mit seiner Frau Nora einen netten Popsong namens "Waiting So Long" gesungen von "Man-X". Er sang also nicht selber. Das Plattencover zierte neben seinem Autogramm die goldene Norakette. Dieses bekannte "Logo" verhalf der Platte aber zu keinem Erfolg. Heute lebt er wieder in der Nähe der Koblenzer Altstadt und seiner alten Schule.

1993 drehte Thomas Anders seinen ersten Film. In der Folge „Stockholm Marathon“ der Kommissar-Beck-Reihe spielte er den Popstar „Ypsilon“. Die Romanvorlage lieferten Per Wahlöö und Maj Sjöwall. Der Sender RTL strahlte die deutsch/schwedische Koproduktion 1995 aus. Den Titelsong „Marathon Of Live“ (vom Album „When Will I See You Again“) sang Thomas Anders selbst.

Als Solokünstler veröffentlichte Anders mehrere englischsprachige Alben. Des weiteren erschien 1994 mit Barcos de Cristal ein in spanisch gesungenes Album. Die CD wurde in den USA und Südamerika veröffentlicht, in Europa jedoch nicht.

1998 kamen Bohlen und Anders noch einmal zusammen und es erfolgte das überraschende Comeback von Modern Talking. Das Comeback-Album Back For Good, das zum Großteil aus aufgepeppten Remix-Versionen der Hits aus den 1980er Jahren bestand, erreichte in zahlreichen Ländern Platz 1 und Goldstatus.

Im Sommer 2000 gehörte Anders zu den Komponisten der Single "Großer Bruder", gesungen von Zlatko Trpkovski und Jürgen Milski. Die CD erlangte Platin-Status in den deutschen Single-Charts.

2001 produzierte Anders das von ihm ins Leben gerufene Girl-Duo It-Girls, die außer dem Hit My Heart It Feels Like (Dub Dub...) jedoch keine weiteren Erfolge feiern konnten. Ihr Album floppte und Thomas Anders wandte sich wieder Modern Talking zu. Im Sommer 2003 kam es dann zum erneuten Bruch zwischen Anders und Bohlen und der Auflösung von Modern Talking. Bohlen zog in seinem Buch Hinter den Kulissen über Thomas Anders her. Dieser klagte gegen einen Teil der Aussagen und bekam Recht. Er veröffentlichte im Jahr 2004 das Album This Time und drei Singles, die allerdings nicht an den Erfolg von Modern Talking anknüpfen konnten.

Stefan Raab nahm Thomas Anders Ende 2003, neben Joy Fleming, in die Jury von SSDSGPS (Stefan sucht den Super Grand Prix Star), einer Art Gegenveranstaltung zu der populären, von Dieter Bohlen dominierten Show Deutschland sucht den Superstar. Thomas Anders wiederum moderierte die nationale Show zum Eurovision Song Contest und verlas Deutschlands Punkte.

Ab März 2004 wurde Thomas Anders Moderator der Kabel-1-Musiksendung Best Of Formel Eins und im Vorfeld der Fußball-WM 2006 moderierte er die Musikshow „Auf nach Berlin“ – WM-KultTour.

Am 3. März 2006 erschien ein Jazz-orientiertes Album mit Coverversionen bekannter Hits aus den 80'ern, nachdem seine vorherigen Pop-orientierten Singles in Westeuropa auf deutlich nachlassendes Interesse beim Publikum gestoßen sind. In Osteuropa, besonders in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion war sein Erfolg nach der Trennung von Modern Talking als Solokünstler weiterhin ungebrochen.

Am 9. März 2006 war er einer der drei Teilnehmer der deutschen Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest 2006 und scheiterte mit seinem Song "Songs that live forever" an der Countryband Texas Lightning. Read more on Last.fm. User-contributed text is available under the Creative Commons By-SA License; additional terms may apply.